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Konrad ADAMI
1808-1864

 

Elisabetha Hildebrand, eine Tochter des Teppichwebers Johann Konrad Hildebrand, heiratete den Metzger Johann Friedrich Adami 1785, als sie 22 Jahre alt war. Während der nächsten 20 Jahre bekamen sie zwölf Kinder - drei Jakobs, zwei Julianas, eine Elisabetha, einen Christoph, einen Friedrich und vier Konrads. Der vierte Konrad, der das 12. Kind der Familie war, wurde am 29. August 1808 geboren, als seine Mutter im 46. Lebensjahr war.

Bei fünf älteren Brüdern hat er eine sehr geringe Chance gehabt, wenn überhaupt, den Beruf seines Vaters zu erlernen und wie viele junge Männer aus dem Dorf, bot er seine Arbeitskraft den Pächtern der großen landwirtschaftlichen Güter als Tagelöhner an. Er sparte sich genug Kapital an, damit er die Erlaubnis zur Heirat bekam, als er 28 Jahre alt war. Seine Braut war Anna Margaretha Hildebrand, Tochter vom Ackermann Johann Jakob Hildebrand II und seiner Frau Maria Katharina geborene Wilhelmi; sie tauschten das Eheversprechen aus in der Kirche der Pfarrei am Sonntag, den 13. Dezember 1835 während des Nachmittagsgottesdienstes.

Die Verbindung zwischen Konrad und Anna Margaretha war unfruchtbar, und vielleicht beeinflusste dies Konrads Entscheidung sich den 22 Männern aus dem Dorf anzuschließen, die 1854 nach Victoria gingen, als er an die 50 Jahre alt war. Sie starteten ihren unbequemen Weg auf der Bark "Luise" von Hamburg aus und erreichten Melbourne am 23. Februar 1855 nach 136 Tagen auf stürmischer See. Er war in Gesellschaft mit vielen anderen Nieder-Weiselern in seinem Alter, alle schlossen sich den 50 anderen Dorfbewohnern an, die ein bis zwei Monate vor ihnen in Ballarat angekommen waren. Von hier breiteten sie sich über die Grabungen im sogenannten „Golden Triangle“ von Victoria aus.

Die Aufgabe von Konrad und den anderen Familien-Männern scheint gewesen zu sein, die Lage zu inspizieren; denn in den nächsten vier Jahren kamen über 300 andere aus dem Dorf nach Australien, viele gingen wieder zurück. Der Bruder seiner Frau Konrad Hildebrand war einer, der seine Kinder hingebracht hatte, damit sie dort ein neues Leben in einer neuen Welt starten konnten, und kehrte dann wieder zurück. Konrad Adami ging auch zurück; er starb in Nieder-Weisel am 1. April 1864.
 

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