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Margaretha HAUB
1840-?

Eins von mehreren alleinreisenden jungen Kinder an Bord der „Marco Polo“ war Margaretha Haub (Jungfrau (spinster), Alter 14), als sie Melbourne am 27. Februar 1856 erreichte. Da der Erwachsenfahrpreis bei der Grenze zu 11 Jahre anfing, gab es keinen Grund im Erniedrigen oder Erhöhen ihres Alters. Das macht klar, dass es sich bei dieser Margaretha um die Tochter von Ambrosius Haub II und von seiner Frau Anna Dorothea geborene Haub handeln muss. Sie war am 16. August 1840 geboren und am folgenden Sonntag getauft worden. In der Abwesenheit (in England) ihrer Patentante Margaretha Klein stand eine Tante, Juliana Haub, als Patin zur Verfügung.

Margaretha hatte einen älteren Bruder, Ambrosius und eine Schwester, Katharina Elisabetha; ein anderer Sohn, Konrad, der 1844 geboren war, machte die kleine Familie komplett. Margaretha beendete die Schule 1854 und wurde konfirmiert. Ihre Schwester, nun 18 Jahre alt, heiratete 1856 und einige Wochen später starb ihre Mutter. Vermutlich hatten ihre Eltern ihre Pläne für ihre Tochter schon besprochen, da Margaretha das Dorf drei Monate später mit einigen unverheirateten Jugendlichen verließ. Viele Eltern bevorzugten ihre Töchter ins Ausland zu schicken und die Härte des Lebens auf den viktorianischen Goldfeldern war wohl nicht so schlimm, als die zunehmenden moralischen Gefahren in ihrem Dorf. Die Gruppe ging in Liverpool im November zusammen an Bord, und ihr Schiff segelte bei der ersten Flut am Mittwoch, den 5. Dezember los. Eine Kameradin Margarethas war dabei, Katharina Haub, die jedoch nicht nah verwandt mit ihr war; sie war das 11. Mitglieder der Gruppe aus den Familien Häuser, Heinz, Hildebrand, Klippel, Müller- und Winter, insgesamt 20 Emigranten aus Nieder-Weisel gingen zu den Goldfeldern.

Weil Margaretha nicht in Victoria heiratete, sind ihre Bewegungen fast unmöglich zu verfolgen. Alle Neuankömmlinge gingen zuerst mal nach Ballarat, um Freunde zu treffen und um „to learn the ropes“ (sich nach den Regeln zu erkundigen) in dieser neuen Gesellschaft. Die meisten von ihnen gingen dann zu den Goldfeldern, um zu schürfen, oder bei den Mädchen um Arbeit als Hausangestellte dort zu finden. Es ist bekannt, dass Margarethas Begleiterin, Katharina, einer von den sehr wenigen war, die in den westlichen Bezirk gingen, in dem sie einen Ehemann fand (der vermutlich ihr Arbeitgeber war) und ein Haus in Warrnambool gebaut hat. Vielleicht ging Margaretha mit ihr.

Margarethas Bruder Ambrosius folgte ihr und kam auf „Queen of the East“ früh im Jahr 1858, in der letzten großen Gruppe, die Nieder-Weisel vorher verlassen hatte. Ambrosius blieb Single, so ist es möglich, dass Margaretha seiner Haushälterin war, mindestens bis zu seinen Tod 1876. Es kann bedeutend sein, dass er den Klippels und den Winters zu den nördlichen Goldfeldern um Beechworth folgte - möglicherweise war Margaretha bei diesen „Marco Polo“-Begleitern geblieben.

Keine Aufzeichnung ist vom Tod Margarethas in der Kolonie gefunden worden. Fast ein Drittel der Nieder-Weiseler Immigranten gingen schließlich wieder ins Dorf zurück und möglicherweise war Margaretha eine von diesen gewesen sein, obwohl ihr Vater 1859 gestorben war und ihre Schwester plante, nach Kalifornien abzuwandern. Zwei von Margarethas Cousins - Heinrich und Johann Georg Haub, Söhne ihres Onkels Konrad - waren auch nach Victoria gekommen. Der erstere ging 1860 zurück aber der letztere ließ sich in Melbourne nieder, in dem er eine Molkerei betrieb.


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