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Konrad (1839-?), Maria Katharina (1843-?), & Christina (1847-1907) JUNG

Von den zehn Kindern, die von Elisabetha geb. Hildebrand, Ehefrau des Tagelöhners Christoph Jung geboren wurden, kam eines in Victoria zur Welt, drei andere lebten in dieser Kolonie für ein Großteil ihres Lebens. Das Älteste der vier Kinder war Konrad, er wurde in der englischen Stadt Gateshead in Durham am 10. Juli 1839 geboren. Maria Katharina ist am 25. Februar 1843 geboren, nachdem ihre Eltern sich vorübergehend zurück nach Nieder-Weisel begeben hatten. Christina wurde am 28. April 1847 in Edinburgh, Schottland, geboren.

Christoph und Elisabetha gingen 1855 erneut zurück ins Dorf, aber nachdem ihr kleiner Sohn starb, beschlossen sie, sich zu dem Goldrausch in Victoria zu begeben. Konrad war damals 16 und in der Lage seinem Vater bei der Goldschürferei zu helfen. Beinahe 12 Jahre alt hat Maria Katharina ihre Mutter bei der Hausarbeit unterstützt. Verständlicherweise hatten sie die 5 Jahre alte Elisabetha und dem 3 Jahre alten Peter bei Verwandten in Nieder-Weisel gelassen, aber die 8-jährige Christina ging mit Ihnen. Sie segelten von Liverpool an Bord der "Red Jacket" am 20. September 1855 los, und auf diesem Schiff, das konzipiert war für schnelle Reisen nach Australien, befanden sich 244 Passagiere, die in Melbourne am 6. Dezember ankamen.

Christoph arrangierte für seine Familie die Reise nach Ballarat und ging auf die Suche nach Gold. Sein Bruder Konrad begleitete sie mit seiner Frau, seiner Tochter und zwei Söhne aus erster Ehe. Sie gingen zu den Goldfeldern bei Beechworth im nördlichen Victoria. Konrad war in England, und später in Schottland, zusammen mit Christoph und seiner Familie, so müssen sich die älteren Kinder gut gekannt haben.

1859 bekam Konrads Frau Margaretha einen Sohn, und später in diesem Jahr bekam auch Elisabetha, jetzt fast 43 Jahre alt, ebenfalls ein Baby. Der Junge wurde Heinrich getauft und seine Schwester Christina wurde sein Kindermädchen. Zwei Jahre später wurde Christina 14 Jahre alt, und sie wurde konfirmiert, wie es auch in der Heimat Brauch gewesen war. In Deutschland fand dies meistens am Weißen Montag statt, aber die Lutherische Kirche in Ballarat führte diese Zeremonie an Ostern durch. Es muss bald danach gewesen sein, dass Christoph beschloss, in die Heimat zurückzukehren. Damit endeten aber nicht ihre Umtriebe: etwa 1862 entschloss er sich nach Nordamerika auszuwandern. Konrad und Maria Katharina, damals 23 und 19 Jahre alt, machten ihre eigenen Pläne, aber es ist nicht bekannt, wohin sie gingen. Die jüngeren Mädchen, Christina und Elisabeth, gingen mit ihren Eltern, sowie Peter, damals 1O Jahre, und es muss angenommen werden, dass auch Heinrich mitging - obwohl keine weiteren Aufzeichnungen des letzten Kindes gefunden wurden.

Die Reise nach Kalifornien ging über das Kap Horn und brachte die gefährliche Passage über die Magellanstraße mit sich. Die ruhigen Gewässern des Pazifiks müssen nach dieser Tortur für alle eine willkommene Erleichterung gewesen sein, insbesondere für die Kinder. Christoph etablierte sich als Schausteller in San Francisco und seine Familie konnte sich letztendlich in einem permanenten Zuhause einrichten. Elisabetha wurde am 27. März 1864 konfirmiert und Peter am 24. März 1866. Elisabetha heiratete, hatte aber keine Familie. Christina heiratete auch und ihre Nachfahren leben noch heute in Kalifornien. Sie starb 1907.

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