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Philipp KOCH
1842-1912

Philipp war der einzige Sohn, der zu dem Pflüger Johann Georg Koch und zu Katharina geborene Krausgrill geboren wurde. Die erste Tochter kam gerade sechs Monate nach ihrer Heirat am 17. Januar 1830 an; fünf weitere Jahre vergingen, bevor eine zweite Tochter geboren wurde und es dauerte bis zum 20. Juli 1842 dass Katharina in der Lage war, ihrem Ehemann einen Sohn und einen Erben zu schenken. Dieser komplettierte ihre ungewöhnlich kleine Familie.

Philipp's forebears had never held tenure to more than a very small landholding from which to wring a modest livelihood, and the loss of even this in the upheaval of the Coalition War left the family in a position of penury to the extent that great-grandfather Gerhard Koch had literally starved to death in his miserable living quarters.

Philipps Vorfahren hatten nie mehr als ein sehr kleines Stück Land besessen, das einen bescheidenen Lebensunterhalt ergab, Aber der Verlust dieses gleichmäßigen Einkommens in der Umwälzung des Koalition-Krieges, ließ die Familie in Armut leben, soweit dass der Urgroßvater Gerhard Koch buchstäblich zum Tod in seiner miserablen Wohnung verhungert war.

Obgleich seine Schwester Anna Margaretha 1856 ausgewandert war, wurde Philipp als zu jung beurteilt, um mit ihrer Gruppe zu gehen. Er nahm eine Schneiderlehre auf, um für den Lebenserwerb außerhalb des Landes gerüstet zu sein. Gleichwohl sich die Arbeitsmarktlage weiter und weiter verschlechterte. Die Aussicht auf den Militär-Dienst, der ihm bevorstand, ließ ihn nach England gehen. Am 23. Januar 1863 segelte er von Liverpool an Bord des kleinen und dicht gedrängten Segelschiffs „Arabian“ los; eine langweilige Reise von über 16 Wochen lag vor ihm.

Philipp kam in Port Philip am 17. Mai an und ging zu den Goldfeldern nach Ballarat. 1868 war er in der Region Daylesford, in der viele Untertage-Bleigruben betrieben wurden. Im April des folgenden Jahres traf er Juliana Müller, die kurz vorher aus Nieder-Weisel angekommen war, um sich mit dem Rest ihrer Familie wieder zu vereinigen. Obgleich Juliana 10 Jahre jünger war, war es wohl ein Fall von Liebe auf den ersten Blick; die zwei wurden am 30. Oktober getraut. Die Zeremonie wurde in der kleinen Gemeindekirche in Daylesford gehalten. Der Vater der Braut gab sie frei und eine Schwester, Christina, war die Trauzeugin.

Philipp hatte schwere Nähmaschinen und Ausrüstung mitgebracht, die man zum Herstellen von Schutzkleidung gebrauchen konnte, insbesondere für Bergarbeiter untertage, aber er arbeitete nicht in seinem Beruf als Schneider. Albino Paganetti, sein Schwager, war ein grosser Aktionär der Long-Tunnel-Mine (so genannt wegen des 1.800-Meter-Eintritts gebohrt in den Hügel, der die Ader umfasste) und Philipp ernährte seine wachsende Familie, indem er in dieser Grube arbeitete.

Juliana bekam neun Kinder in ihrem Fünf-Zimmer-Holzhaus, das sie im Smiths Creek am Rand von Daylesford bewohnten. Fünf waren Jungen und vier waren Mädchen und alle wurden erfolgreich zu robusten Erwachsenen erzogen. Sieben dieser Kinder heirateten, und Philipp und Juliana hatten die Zufriedenheit die folgende Generation Kinder miterleben zu dürfen, die das Gehöft mit Leben erfüllten, als sie zusammen älter wurden.

Philipp war in der Lage gewesen, die Verbindung mit seiner Schwester Anna Margaretha während der frühen Jahre zu Aufrecht zu erhalten, da sie und ihr Ehemann Martin Reinheimer mit ihrer Familie um Castlemaine lebten, 30 Kilometer entfernt; gleichwohl sie 1870 nach Horsham umgezogen sind, wo Anna Margaretha 1900 starb.

Philipp bekam die Einbürgerungspapiere 1897 bewilligt und die letzten 15 Jahre seines Lebens hatte er als Bürger seiner angenommenen Heimat gelebt. Er starb 1912, in seinem 70. Jahr und wurde in Daylesford begraben.


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